Natürlich könnte dieser Artikel auch heißen „An diesen 10 Eigenschaften erkennst du eine gute Domina“. Denn diese 7 Punkte beziehen sich nicht auf das Geschlecht, sondern nur auf die Rolle des Dom, bzw. der Domina.

Mir ist bewusst, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Und es kommt auch nicht darauf an, dass du als Dom oder Domina alles richtig machst. Doch es gibt ein paar Grundvoraussetzungen, die meiner Meinung nach jeder dominante Part mitbringen sollte. Das du diesen Artikel hier liest zeigt für mich, dass du einen dieser 7 Eigenschaften bereits erfüllst. 😊

Dieser Beitrag richtet sich vor allem an dich, wenn du einen neuen Spielpartner hast oder gerade auf der Suche bist. Und auch, wenn du die deine Leidenschaft für SM gerade erst entdeckst. Bei langjährigen BDSM-Beziehungen weiß man ja meistens, was man aneinander hat. 😉

Darum sollte ich als Sub einen guten Dom erkennen können

Egal ob du bereits eine erfahrene Sub oder ein erfahrener Sklave bist, BDSM ist gefährlich. Wie man hier in einem Artikel der Westdeutschen Zeitung nachlesen kann.
Vermutlich schmunzelst zu gerade über diese Aussage, aber auch den erfahrensten SMern können Missgeschicke passieren. Einmal nicht aufgepasst und der Analplug ist tiefer drin als geplant. Ups.. 😉 Auch beim harmlos erscheinenden Bondage können Verletzungen und sogar bleibende Schäden entstehen. Gefäße können verletzt werden oder Nerven so stark beschädigt werden, dass ein Taubheitsgefühl besteht oder sich die Hand gar nicht mehr richtig bewegen lässt. Was sich Fallhand nennt und in den meisten Fällen zum Glück wieder von allein weggeht. Manchmal kann jedoch auch eine Operation notwendig werden. Leider können solche Unfälle auch den erfahrensten Bondage-Meistern passieren. Denn jeder Körper ist anders und bei jedem Menschen verlaufen Gefäße und Nerven an einer anderen Stelle lang. Dennoch gibt es gewisse Vorkehrungen, die man Treffen kann, um BDSM-Unfälle zu vermeiden.

Und gerade in Zeiten des Internets und 50 Shades of Grey gibt es sehr viele Superdoms, die sich als erfahren präsentieren, aber eigentlich keine Ahnung haben. Gerade in der SM-Szene trifft man immer wieder auf solche Menschen. Daher ist es für dich liebe Sub und lieber Sklave sehr wichtig genau zu überlegen, mit wem ihr spielt und wem ihr euren Körper zur Verfügung stellt.

Woran erkenne ich einen guten Dom?

1. Er/Sie zwingt dich zu nichts, zu dem du nicht gezwungen werden willst 😉

Jeder Mensch hat Tabus und die sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Diese Tabus muss der Dom/ die Domina einhalten. Hier gibt es keine Diskussion.
Leider haben mir Freundinnen schon häufiger erzählt, dass ein Dom ihre Tabus missachtet hat, als sie sich nicht wehren konnte.  Und hierbei handelt es sich leider nicht um Einzelfälle.  So ein Vertrauensmissbrauch wäre für mich ein Grund das Spiel sofort zu beenden und je nach Reaktion des Doms, war das die letzte Session.  

2. Erst reden, dann spielen

Ein guter Dom wird dich vorher fragen, wie viel Erfahrungen du hast. Er/ Sie wird dich nach deinen Vorlieben fragen und ihr werdet über Tabus reden. Erst dann wird gespielt.

3. Es gibt ein Safeword

Häufig höre und lese ich solche Aussagen wie „also wir brauchen kein Safeword“. Bitte lass dich davon nicht verunsichern. Meistens stammen solche Aussagen von langjährigen Spielpartnern. Wir haben auch kein Safeword, aber nach über 3 Jahren kenne ich die Grenzen meines Partners. Auch merke ich sofort, wenn die Stimmung kippt und es kein halbherziges „bitte hör auf“ ist, sondern ein ernstes „STOPP“. Wenn man sich aber noch nicht so gut kennt und betteln und flehen sogar ein Teil des Spiels ist, dann merkt man nicht, ob Sub die Session jetzt wirklich beenden will oder um mehr bettelt. 😉

Safeword

Auf Playpartys (meine erste Fetischparty) spielen wir trotz der 3 Jahren mit einem Safeword. Denn beim Spiel mit anderen haben wir noch nicht so viel Erfahrungen und eine Situation die zu Hause ok ist, kann auf einer Veranstaltung ganz anders sein. Daher benutzen wir hier das Ampelsystem: Grün (alles ok), Gelb (du kommst an meine Grenzen), Rot (abbrechen, bzw. Intensität zurückfahren).

4. Ein gebildeter Dom ist ein guter Dom

Wie ich bereits erwähnt habe ist BDSM nicht ohne und es können immer Unfälle passieren. Daher ist es wichtig, dass Dom/ Domse weiß was sie tut. Und gerade, wenn man Neues ausprobiert sollte man sich vorher so gut wie möglich informieren. Hier ein paar Tipps, wo du neue Techniken erlenen kannst:

Seminare und Workshops
hier am besten einfach mal „BDSM Seminar+Hamburg (bzw. den Namen deiner Stadt suchen). Und schon wirst du fündig.

– Bücher
hier kann ich euch zum Beispiel die Bücher von Matthias Grimme ans Herz legen. Diese BDSM-Bücher sollten in keinem Haushalt fehlen und stehen auch bei mir im Regal:

– Stammtische zu speziellen Themen
So gibt es zum Beispiel in jeder größeren Stadt Bondage Stammtische oder auch Spanking Stammtische. Auch als Anfänger bist du hier herzlich willkommen und kannst deine Fragen loswerden. Die meisten teilen gerne ihr Wissen und aufmerksame Zuhörer/ Zuschauer können hier viel lernen. Und vielleicht lässt ein gut gelaunter Dom dich das neu erlernte auch gleich mal an seiner Sub ausprobieren. 😉

– Im Internet
Es gibt außer meiner tollen Seite 😉 natürlich auch noch weitere SM-Seiten, auf denen es kostenlose Informationen gibt. Es gibt sogar YouTube Anleitungen für Bondage.  

5. Safety first

Das ist für mich das absolut wichtigste! Wie im Punkt 4 beschrieben, nicht einfach machen, sondern erst informieren. Mein Partner hat sich zum Beispiel gewünscht, dass ich seine Harnröhre mit einem Dilator ficke. Diesen Wunsch erfülle ich natürlich gerne.. *grins* Aber bevor ich das gemacht habe, habe ich mir von einer Freundin (sie liebt Kliniksex) zeigen lassen, wie das geht. Worauf ich achten muss und welche hygienischen Standards ich einhalten muss.
Zu ihrer Freude habe ich das Versuchsobjekt gleich mitgenommen und wir hatten einen sehr schönen Abend. 😉

6. Alles ok?

Auf jeder Fetischparty gibt es die eine Domina bzw. den einen Dom, der stundenlang auf seiner Sub rum haut und nicht ein einziges Mal fragt, wie es ihr geht. Da steht Dom hinter seiner Sub und haut und haut.. Und das wirklich eine gefühlte Ewigkeit. Sub stöhnt und schreit, aber Dom kommt nicht mal auf die Idee Sub mal nach ihrem Befinden zu fragen. Traurig… BDSM ist immer einvernehmlich und da gehört es u meiner Pflicht meine Sub/ meinen Slaven immer wieder zu fragen, ob alles ok ist. So viel Zeit muss sein!

7. Aftercare

Eine Session ist meistens eine sehr intensive Erfahrung. Für Körper und Seele. Danach möchte man sich in die liebvollen Arme des Doms/ der Domse schmiegen und aufgefangen werden. Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um den wichtigsten Teil einer Session.

Mein Fazit:
BDSM hat sehr viel mit Vertrauen und gegenseitigem Respekt zu tun. Wenn du dein Partner oder auch Spielpartner mit Respekt begegnest und darauf aufpasst, dass es Sub gut geht, dann machst du schon sehr viel richtig. An alles andere kannst du dich langsam herantasten. 😊

Welche Eigenschaften sind dir am wichtigsten? Habe ich eine entscheidende Eigenschaft vergessen? Dann schreibe ihn mir gerne in die Kommentare.

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