„Geldsklave gesucht“ oder auch „ich suche einen Geldsklaven“. So beginnen einige Posts und Inserate im Internet. Ich muss ehrlich zugeben das ich immer, wenn ich so einen Post gesehen habe, an eine geldgiere Domina denken musste. Oder noch schlimmer, an einer Frau, die nicht einmal dominant ist und den Fetisch anderer ausnutzt. Doch falsch gedacht!

Dahinter verbirgt sich viel mehr als nur eine geldgierige Lady. Es handelt sich um eine besondere Spielart aus dem Bereich des BDSM. Man kann es auch als eine Art Geldfetisch bezeichnen. Doch was ist eigentlich ein Geldsklave? Wo ist der Kick dabei und wie wird man zum Zahlsklaven?  

Was ist ein Geldsklave?

Der Geldsklave oder auch Zahlsklave ist dazu verpflichtet seiner Geldherrin ein gutes Leben zu ermöglichen. Häufig handelt es sich nicht nur um Geldleistungen, sondern auch um Sachleistungen, wie z.B. neue Schuhe für die Geldherrin, Amazon-Gutscheine, eine neue Jacke oder sogar ein neues Auto. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Der Geldsklave oder auch Zahlsklave ist dazu verpflichtet seiner Geldherrin ein gutes Leben zu ermöglichen.

In der Regel bestimmt die Herren, welche Art von Leistung sie erhalten möchte. Wo kommen wir denn dahin, wenn die Sklaven selbst entscheiden dürften. 😉 Wie der Geldsklave seinen Tribut leistet, wird in den meisten Fällen vorher besprochen, oder durch einen Vertrag geregelt. Einige besondere Formen der Tributzahlungen möchte ich euch näher erklären:

  • Sklave zahlt auf Abruf
    In diesem Fall meldet sich die Herrin bei Ihrem Zahlsklaven und fordert einen bestimmten Geldbetrag. Auch der Kauf neuer Schuhe oder anderer Gegenstände kann eingefordert werden. Die Leistung muss sofort erbracht werden.
  • Schuldschein
    Hier wird ein Vertrag zwischen dem Geldsklaven und der Geldherrin aufgesetzt. Der Sklave verpflichtet sich zum Beispiel an jedem 1. Eines Monats 200,- EUR zu überweisen. Bei nicht Einhaltung des Vertrages kann die Herrin sogar Mahngebühren erheben oder sich eine andere Strafe ausdenken.

  • Blackmailvertrag
    Bei dieser Variante begibt sich der Sklave ganz in die Hände der Dame. Zwischen dem Blackmailsklaven und der Blackmailherrin wird ein Vertrag geschlossen, der den Geldsklaven an seine Zahlung bindet. Denn wenn der Diener seiner Zahlungspflicht nicht nachkommt, wird die Geldherrin zum Beispiel bei seiner Ehefrau anrufen oder ihn öffentlich bloßstellen. Vielleicht wird der Arbeitgeber informiert oder der Zahlsklave wird auf der Internetseite der Herrin mit Foto angeprangert. Die Form der Bestrafung wird vorher vertraglich geregelt und geschieht somit im beiderlei Einverständnis.

Bei einem Blackmailvertrag handelt es sich daher um eine sehr krasse Variante des „Spiels“.

Welche Gegenleistung erhält der Sklave und was ist der Kick bei der Sache?

Du wirst es nicht glauben, aber in vielen Fällen erhält der Zahlsklave keine Gegenleistung für seine Zahlungen. Das Glück der Herrin ist ihm Befriedigung genug. Wenn er besonders artig war, erhält er ein Foto der neuen Schuhe oder bekommt getragene Wäsche der Herrin als Geschenk.

Aus mit nicht erklärbaren Gründen handelt es sich bei dem Geldsklaven/ Geldherrin Verhältnis sehr häufig um eine Onlinebeziehung. (vielleicht kann mir das ja jemand in den Kommentaren erklären. 😊 ) Reale Treffen finden also eher selten statt. Einige Zahlsklaven empfinden auch Freude daran, einer Lady Geldgeschenke zu machen, ohne mit ihr Kontakt aufzunehmen. Eine weitere Variante ist Cash & Go. Bei diesem Vorgehen trifft sich der Zahlsklave mit der Herrin, übergibt ihr das Geld und geht direkt wieder. Wenn die Herrin gut drauf ist, erhält der Sklave vielleicht noch ein kleines Geschenk von ihr und Tritt ihm auf den Fuß oder spuckt ihn an. Cash & Go erfolgt meistens auf offener Straße. Was natürlich ein zusätzliches Gefühl der Erniedrigung erzeugt. 😉

Der Kick bei der Sache..

Der Zahlsklave liebt die Erniedrigung. Er wird auf sein Geld reduziert und ist nur dafür da, um der Geldherrin ein schönes Leben zu bereiten. Er nimmt sonst nicht an ihrem Leben Teil und ist nur die Cashcow oder auch das Paypig. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Form der Erniedrigung sehr anziehend sein kann.

Gerade bei realen Treffen kann es dazu kommen, dass die Herrin die Kreditkarte des Geldsklaven verwaltet. Er muss dann natürlich auch für die Überziehung der Kreditkarte aufkommen und dafür Sorge tragen, dass die Geldherrin auch weiterhin damit bezahlen kann. Vielleicht muss der Sklave hierfür ein Kredit aufnehmen oder sich einen Nebenjob suchen. Ja, so eine Geldherrin kann teuer sein, aber das will der Zahlsklave genau so.. Und er hat es auch nicht anders verdient.. 😉

Eine Geldherrin (zum Buch: Mein Leben als Geldherrin) erzählte mir, dass sie es liebt ihre Sklaven komplett in der Hand zu haben und das es für sie viel mehr ist, als nur ein Spiel. Sie kennt alle ihre Geldsklaven persönlich und liebt es das Gefühl der Macht zu haben. Sie sagte mir, dass es ein unglaubliches Gefühl ist, wenn der Mann ihr die Kontovollmacht ausstellt. Oder wenn sein Taschengeld am Ende des Monats nicht ausreicht und er um Nachzahlung betteln muss. Natürlich wird eine gute Herrin immer dafür sorge tragen, dass der Sklave in die Situation des Bettelns kommt. Beide sollen ja ihren Spaß haben. *grins*

Wie finde ich einen Geldsklaven oder eine Geldherrin?

Schau dich einfach auf verschiedenen Erotikportalen um. Zum Beispiel beim Joyclub liest man immer wieder entsprechende Foreneinträge. Es lohnt sich aber auch nach Erotikanzeigen Ausschau zu haben. Zum Beispiel hier bei ErotikMarkt. Auf vielen Internetseiten kann man sogar kostenlose Anzeigen schalten.

Eine Geldherrin wirst du auch über ihre eigene Internetseite finden können. Gib dazu einfach bei google in die Suche „Geldherrin“ ein, dann erhältst du einige Ergebnissen. 🙂

Anfragen nach Geldherrinnen und Geldsklaven habe ich auch schon in BDSM Facebook-Gruppen gesehen. Und ich selber habe auch schon Anfragen auf Facebook bekommen. Mein Profil findest du übrigens hier: Lady Yve de Sade

Mein Fazit:
Ich denke die Beziehung zwischen Geldherrin und Gelsklave kann sehr intensiv sein. Denn sie beruht auf sehr viel Vertrauen. Gerade wenn man einen Blackmailvertrag eingeht oder der Herrin sein Haus überschreibt. Sicher sein kann man sich nie, aber genau das gibt einem ja auch den Kick. 😉

Wie stehst du dazu? Warst du schon einmal Geldsklave oder hättest du gerne einen?

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